Eindämmung von PFAS-Fahnen

Das Bewusstsein für die von per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) ausgehender Gefahr hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Da es an wirksamen Sanierungsoptionen zum Abbau von PFAS (einschließlich PFOS, PFOA etc.) mangelt, sich diese Kontaminationen jedoch oft als große, verdünnte Fahnen ausbreiten und niedrige Regulierungswerte angestrebt werden, besteht die Notwendigkeit das Risiko zu mindern bzw. zu beseitigen.

Gegenwärtig ist das Pump-and-Treat-Verfahren eine konventionelle Sanierungsmethode, jedoch ist diese Technologie mit exorbitanten Kosten verbunden. Da PFAS im Grundwasser (noch) nicht effizient zerstört oder abgebaut werden kann, müssen neue innovative Strategien entwickelt werden, um diese Schadstoffe zu beseitigen. Ein Beispiel ist hier die Risikoeliminierung mit PlumeStop® Liquid Activated Carbon™:

REGENESIS hat ein bewährtes in situ kolloidales Aktivkohlemittel namens PlumeStop erfunden, das PFAS-Fahnen an kontaminierten Standorten über viele Jahre hinweg abschneiden und eindämmen kann. Dies ist eine kostengünstige Lösung, da im Vergleich zu oberirdischen Behandlungssystemen weder Betriebs- noch Wartungskosten anfallen. Das kurze Video auf der rechten Seite erklärt wie PlumeStop funktioniert.

REGENESIS arbeitet mit Umweltberatern, Standortbesitzern und Universitäten auf der ganzen Welt zusammen, um die Herausforderungen die PFAS an die Umwelt stellen, zu meistern. Bis heute wurden 16 Pilot- und Full-Scale-Projekte erfolgreich mit kolloidaler Aktivkohle behandelt. Des Weiteren, befinden sich  mehr als 100 Standorte in der Entwurfsphase oder warten auf die behördliche Zulassung.

Veröffentlichte Forschungsbeiträge Dritter

Lesen Sie sechs Forschungsartikel von Dritten über die In-situ-Behandlung von PFAS mit kolloidaler Aktivkohle. Klicken Sie auf die folgenden Links, um weitere Informationen zu erhalten und die Beiträge herunterzuladen:

Six Pilot-Scale Studies Evaluating the In Situ Treatment of PFAS

Autor: Rick McGregor (In Situ Remediation Services Ltd.)

Evaluating the Longevity of a PFAS In Situ Colloidal Activated Carbon Remedy

Autoren: Grant R. Carey (Porewater Solutions), Rick McGregor (In Situ Remediation Services Ltd.), Anh Le-Tuan Pham (University of Waterloo), Brent Sleep (University of Toronto)  

Treatment of PFAS-Impacted Water Using Colloidal Activated Carbon

Autor: Rick McGregor (In Situ Remediation Services Ltd.)

The Effects of Heterogeneity on the Distribution and Treatment of PFAS

Effects Heterogeneity

Autoren: Rick McGregor und Leticia Benevenuto (In Situ Remediation Services Ltd.)

In Situ Treatment of TCE and PFAS in Groundwater within a Silty Sand Aquifer

TCE und PFAS

Autoren: Rick McGregor und Ye Zhao (In Situ Remediation Services Ltd.)

Distribution of Colloidal and Powdered Activated Carbon for Groundwater Treatment

PAK und CAC

Autor: Rick McGregor (In Situ Remediation Services Ltd.)

RESSOURCEN

PFAS Webinare

PFAS Fallstudien

F&A: Eliminating Risk from PFAS

Videos & Animationen

PlumeShield-Garantie

Leitfaden Behandelbare Kontaminanten

Sanierungsstrategien für PFAS

Mit PlumeStop erhalten Sanierungsfachleute eine effektive und kostengünstige Lösung um die Migration von PFAS-Fahnen zu stoppen und so empfindliche Rezeptoren zu schützen. Es gibt viele Strategien für die In-situ-Eindämmung von PFAS mit PlumeStop. Einige Beispiele werden im Folgenden aufgezeigt:

Strategie #1: Einzelne Barriere

Bei dieser Anwendung wird eine einzelne PlumeStop-Barriere appliziert, um die Ausdehnung der Schadstofffahne zu begrenzen. Der Zweck dieser Anwendung besteht darin, eine Grundstücksgrenze vor der Gefahr einer eindringenden oder verlassenden Schadstofffahne zu schützen. Mit dieser Anwendung können Rezeptoren wie Brunnen oder Gewässer geschützt, Schadstofffahnen eingegrenzt und eine Haftung ausgeschlossen werden.

Strategie #2: Aufeinanderfolgende Barrieren

Mehrere aufeinanderfolgende PlumeStop-Barrieren können ebenfalls injiziert werden, um die PFAS-Fahne schrittweise zu beseitigen. Der Vorteil dieser Strategie ist, dass die gesamte Schadstofffahne aufgegriffen wird. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für sehr große Schadstofffahnen und bebaute Gebiete mit beschränktem Zugang.

Strategie #3: Lokaler Schutz von Rezeptoren

Da PFAS-Fahnen dazu neigen extrem groß und verdünnt zu sein, müssen Sanierungsfachleute häufig vorläufige Maßnahmen ergreifen, um lokale Rezeptoren zu schützen. Falls eine Schadstofffahne nicht schnell genug eingedämmt werden kann, kann PlumeStop wie ein „Brita®“-Filter im Boden um Extraktionsbrunnen herum injiziert werden und diese schützen.

Grundwasserbehandlung mit PlumeStop

Bisher hat sich der Einsatz traditioneller Sanierungsverfahren für die Behandlung von PFAS-Fahnen im Grundwasser als sehr schwierig erwiesen. Da es sich um äußerst robuste Verbindungen handelt, konnten Technologien wie die In-situ-chemische-Oxidation (ISCO) und verschiedene Formen der biologischen Sanierung diese Schadstoffe nicht abbauen. Die derzeit am häufigsten verbreitete Methode ist die Verwendung eines Pump-and-Treat-Verfahrens mit Aktivkohlefiltern. Da die meisten PFAS-Fahnen oft sehr großflächig und verdünnt vorkommen, kann sich diese Methode jedoch als sehr teuer und schwierig erweisen. REGENESIS hat ein In-Situ-Sanierungsprodukt namens PlumeStop® Liquid Activated Carbon™ entwickelt, dass das Potenzial hat, die Herausforderungen bei der Grundwassersanierung von PFAS zu lösen. Diese Technologie wird mit Niedrigdruck in den Untergrund injiziert. Dadurch wird das Problem der überhöhten Kosten das bei einem Pump-and-Treat-Verfahrens entsteht gelöst. Durch die Verwendung eines organischen Polymerdispersionsmittels wird die Aktivkohle im Untergrund weit verteilt und entfernt Verunreinigungen wie PFAS schnell aus dem Grundwasser.

Fragen und Antworten zu PFAS

PFAS ist eine Abkürzung für per-und polyfluorierte Alkylsubstanzen. In Deutschland sind diese Substanzen auch unter dem Begriff PFC (per-und polyfluorierte Chemikalien) bekannt. PFAS unterscheiden sich in der Länge ihrer Kohlenstoffketten (kurzkettig/langkettig). PFAS sind anthropogen, toxisch und sehr schwer abbaubar.

Das Magazin „Schwerpunkt“ des Umweltbundesamtes widmet sich in seiner Ausgabe „PFAS. Gekommen, um zu bleiben“ dieser Stoffgruppe. Ebenfalls hat das Bundesinstitut für Risikobewertung häufige Fragen und Antworten zu PFAS in einem praktischen Handbuch zusammengefasst.

Je hydrophober, desto saugfähiger ist die Verunreinigung. Am wenigsten sorptiv sind daher die kurzkettigen PFAS wie Perfluorbutansäure (PFBA). PlumeStop ist jedoch sehr effektiv bei der Behandlung von PFBA – abhängig davon, wieviel PlumeStop hinzugegeben wird  und wie lange die PlumeStop-Barriere ist. Anders als die granulierte Aktivkohle (GAC) (die bei Pump-and-Treat-Verfahren eingesetzt wird) hat die In-situ-Behandlung mit PlumeStop eine lange Verweildauer (Wochen, Monate oder Jahre!). GAC Kanister haben normalerweise eine Verweildauer von etwa 10-15 Minuten.

PlumeStop wird niemals aufgebraucht, da die kolloide Aktivkohle Teil vom Aquifer wird und weiterhin Schadstoffe absorbiert. Jedoch kann es dazu kommen, dass bei einem kontinuierlichen Zufluss von PFAS unser Produkt PlumeStop gesättigt/voll‘ wird. Dies liegt daran, dass PFAS-Verbindungen nicht wie BTEX oder chlorierte Verbindungen biologisch abbaubar sind. In diesem Fall gibt man einfach zusätzliches PlumeStop in den Aquifer. Dies hat keine negativen Auswirkungen auf die hydraulische Leitfähigkeit.